Schadstofffrei und nachhaltig ins neue Schuljahr starten – Tipps für Eltern

30. Juli 2026

Für viele Eltern stellt sich zum neuen Schuljahr die Frage, wie sie ihre Kinder gut und schadstofffrei mit Schulmaterial ausstatten. So gelingt der nachhaltige Schulstart!

Die richtige Schultasche: Nachhaltig und praktisch

Eine Alternative zur Neuanschaffung können gut erhaltene, gebrauchte Schulranzen sein – das ist ökologisch sinnvoll und spart Geld. Wenn sich keine Möglichkeit bietet, kann man nach kleineren Labels Ausschau halten. Sie bieten handgemachte, oft auch faire oder biologische Produkte an und setzen vermehrt auf höhere ökologische oder soziale Standards. Allerdings sind diese Rucksäcke in der Regel schwerer, was beim Kauf berücksichtigt werden sollte.

Verzichten Sie zudem nicht auf Leuchtfarben oder Reflektoren. Das sind wichtige Helfer im Straßenverkehr!

Umweltfreundliches Schulmaterial: Hefte, Stifte & Co.

Setzen Sie als Eltern, wann immer es geht, auf langlebige Produkte. Achten Sie bei Heften, Schulblöcken, Heftumschlägen oder anderen Papiermaterialien auf das Umweltsiegel „Blauer Engel“. Qualitative Abstriche bei Öko-Papier gibt es mittlerweile nicht mehr, da sich die Herstellungsverfahren von recycelten Papier stark verbessert haben.

Wenn es ums Malen geht, reichen Buntstifte und Bleistifte aus naturbelassenem Holz völlig aus. Filzstifte und Marker enthalten oft Lösungsmittel, was problematisch bei der Entsorgung ist. Achten Sie bei Füllern auf eine ergonomische Gestaltung und nachhaltige Materialwahl. Ein nachfüllbarer Tintenkonverter kann Einweg-Patronen gleichwertig ersetzen.

Vorsicht bei Glitzer und Duft

Alles, was duftet, glitzert und leuchtet, ist zwar bei Kindern beliebt, verursacht aber einen unnötigen Verbrauch von Ressourcen. Solche Produkte enthalten meist zahlreiche Chemikalien – und damit auch potenzielle Schadstoffe. Ein einfacher Anspitzer aus Metall hat eine viel längere Lebensdauer als ein buntes Plastikprodukt.

Brotdosen und Trinkflaschen: Nachhaltige Materialien im Vergleich

Plastikbehälter sind leicht und robust. Das ist ein großer Vorteil in Kinderhänden. Denn auch hier steht Langlebigkeit an erster Stelle. Dosen und Trinkflaschen aus Edelstahl sind besser verwertbar, aber auch deutlich schwerer. Hier gilt es beim Kauf also abzuwägen. Prinzipiell ist der Behälter, der schon im Haushalt vorhanden ist, immer der bessere.

Der Schulweg: Sicher und umweltbewusst

Ein großer Beitrag für den Klimaschutz ist es, wenn Sie weitgehend auf das Auto verzichten. Üben Sie mit Ihren Kindern den Schulweg zu Fuß. Wenn Sie ältere Kinder haben, sollten sie das Fahrrad benutzen. Und sollten Sie nicht in unmittelbarer Nähe zur Schule Ihres Kindes wohnen, sind öffentliche Verkehrsmittel oft eine Alternative zum Auto. 

und für Schülerinnen und Schüler!

Schülerinnen und Schüler haben jede Menge Möglichkeiten, aus ihrer Schule eine „nachhaltige Zone“ zu machen! 

Sie 

  • verwenden Hefte aus Recyclingpapier (auf den „Blauen Engel“ achten!)
  • nutzen die Rückseiten von Kopien als Schmierpapier
  • schützen ihre Bücher  mit einem Umschlag aus Papier (gute Verwendung z.B. für  alte Poster oder Geschenkpapier!)
  • nehmen Schnellhefter aus Pappe statt aus Plastik – die lassen sich sehr schön nach eigenem Geschmack gestalten!
  • lassen sich zum nächsten Geburtstag vielleicht einen  Füllfederhalter zum Nachfüllen schenken
  • verzichten auf Tintenkiller (Lehrerinnen und Lehrer sind auch mit sauberem Durchstreichen einverstanden!)
  • verwenden Buntstifte statt  Filzstifte oder Faserschreiber, die fast immer giftige  Lösungsmittel enthalten
  • bewahren ihre Schreibutensilien in einem Federmäppchen  aus Leder auf, das sie bis ans Ende der Schulzeit oder noch länger begleitet
  • verwenden wiederbefüllbare Trinkflaschen statt Getränke in Einwegverpackungen zu kaufen
  • verpacken ihre Pausenverpflegung in Butterbrotpapier oder legen sie in eine Brotdose 

und hängen ein Exemplar dieser Liste in ihrem Klassenraum auf!

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