Nistkastenreinigung im Herbst

Hausputz für unsere gefiederten Freunde

Ein Nistkasten wird mit Handfeger gebürstet Nistkastenpflege im Herbst  (Wolfgang Heep)

Haben Sie einen Nistkasten in Ihrem Garten angebracht? Jeder Gartenbesitzer kennt es: Wenn die Temperaturen kälter werden, gilt es den Garten winterfest zu machen. Aber wann haben Sie zuletzt Ihre aufgehängten Nistkästen gereinigt? Falls das schon länger her sein sollte, ist jetzt der perfekte Zeitpunkt dafür. Denn auch der letzte Vogelnachwuchs dürfte mittlerweile ausgeflogen sein und wie bei uns Menschen ist auch in den Wohnungen von Meise, Sperling und Co. eine gewisse Hygiene gefragt.


Bei der Reinigung der Nistkästen freuen sich die Vogeleltern über unsere Unterstützung. In den Vogelnestern haben es sich nämlich den Sommer über neben den Vogelküken meist auch viele Parasiten wie Zecken, Vogelflöhe oder Milben bequem gemacht. Damit die Brut im nächsten Jahr nicht übermäßig von diesen befallen wird, sollten alte Nester alle ein bis zwei Jahre im Herbst oder Frühjahr (vor Beginn der Brutsaison!) entfernt und der Nistkasten mit einer Bürste ausgefegt werden.
Mehr braucht es gar nicht und das Ganze ist recht schnell erledigt. Keinesfalls sollten Sie zu chemischen Mitteln greifen, denn damit würden Sie Vögeln und Natur extrem schaden. Sollte der Nistkasten sehr stark verunreinigt sein, können Sie diesen zusätzlich mit klarem Wasser ausspülen und danach gut trocknen lassen, bevor Sie ihn wieder aufhängen.


Eine Sache gilt es noch zu beachten: In einigen Nistkästen ziehen über den Winter auch Untermieter wie z.B. Siebenschläfer oder Haselmäuse ein. Damit diese nicht aufgeschreckt werden, bitte vorsichtig anklopfen und vorsichtig prüfen, ob das Nest schon wieder belegt ist. Denn die Winterschläfer verschwenden bei jeder Störung unnötige Energie und werden zusätzlichem Stress ausgesetzt. Sollten Sie einen Winterschläfer in Ihrem Nistkasten entdecken, lassen Sie den Nistkasten einfach in diesem Jahr aus.
Bei Fragen rund ums Thema Nistkästen können Sie sich gerne an unsere Experten von BUND und Nabu wenden.

Quellen:

Text: Diana Kann
Foto: Wolfgang Heep